Wie endet die Geschichte des Argonautenanführers Jason?

Wie so oft in der griechischen Mythologie, endete die Geschichte mit Mord, Grausamkeit und offenem Ausgang.

Medea, gekränkt durch Jasons Zuwendung zur jungen Tochter des Königs von Korinth, bestrich ein Kleid mit einer giftigen Emulsion, ließ es durch ihre Söhne der Konkurrentin überbringen und wartete ab, was geschieht.

Und es geschieht Fürchterliches!

Medeas Gegenspielerin zog, möglicherweise erfreut über das wunderbare Geschenk, aber um die drohende Gefahr nicht wissend, das Kleid an – und erlag im gleichen Augenblick, sozusagen unverzüglich, dem tödlichen Gift.

Gut, und nun?

In der weisen Voraussicht, dass ihre Söhne von ihrem Vater, Jason, nichts Positives mehr zu erwarten hatten, wurden sie kurzerhand von Medea getötet.

Als schließlich Jason vom Tod seiner Zukünftigen erfuhr, aufgebracht und vor Wut schnaubend zu Medea eilte, seine Söhne dort tot liegen sah – merkte er schnell, dass seine Rachegelüste ins Leere gingen. Denn Medea hatte längst das Feld geräumt und sich dünne gemacht ...

Übrigens

Anzumerken wäre hier, dass der doppelte Kindsmord in der griechischen Mythologie, der „Argonautensage“, nicht nachgewiesen ist.

Vielmehr wurde dieser Mord erst später (etwa 431 v. Chr.) von Euripides (etwa *480 v. Chr. bis °407 v. Chr.) in dessen Tragödie „Medea“ als dramaturgisches Handlungselement aufgenommen.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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