Wo ist der „Schatz des Priamos“ geblieben?

Heinrich Schliemann, euphorisiert von seiner 1873 in Troja gemachten Entdeckung, brachte den – von ihm Priamos, dem König von Troja, zugeschriebenen – Schatz auf mehr oder weniger legalem Weg nach Griechenland.

Selbstverständlich waren die Türken sauer, aber nach längerem Hin und Her einigte man sich auf die Zahlung von, wie es heißt, zehntausend Franc, die aber von Schliemann auf fünfzigtausend Franc aufgestockt wurden.

Damit war der „Schatz des Priamos“ Schliemanns offizielles Eigentum.

Nach erfolglosen Versuchen, seinen Fund gewinnbringend zu verkaufen, übergab Schliemann 1881 seine Kostbarkeiten an das Museum für Völkerkunde in Berlin.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Schatz von den Russen konfisziert. Lange Zeit galt er als verschollen. Erst in den Neunzigern des 20. Jahrhunderts wurden die Raritäten in Russland „wiederentdeckt“ – allerdings nicht herausgerückt.

Er, der Schatz, hat jetzt seinen Platz im Moskauer Puschkin-Museum gefunden.

Und seit 2009 können Kopien sowie einige wenige Originale des legendären „Schatzes des Priamos“ im Neuen Museum in Berlin besichtigt und bestaunt werden.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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