Was ist eigentlich „Alba Longa“?

In Vergils „Aeneis“ wird dem reisenden Aeneas eine Prophezeiung gemacht, die – vage, nebulös und unbestimmt – etwas von einem riesengroßen Schwein mit weißen Borsten und dreißig Ferkeln erzählt.

Als Aeneas mit seinen Gefährten eines Tages in das Königreich Latium in Italien kommt, gründet sein Sohn Ascanius (etwa um 1152 v. Chr.) tatsächlich eine Stadt, und nennt sie „Alba Longa“.

Das Schwein, so wird die vor langer Zeit gemachte Prophezeiung von Aeneis interpretiert, steht für eine Stadt  ("alba";  lat. "weiß"); die Ferkel stellen die dreißig Stämme der Italiker dar.

Die Stadt „Alba Longa“, in der Nähe des heutigen Rom gelegen, war im antiken Latium für lange Zeit ein wichtiger und bedeutender Platz für das Wirken des Latinerbundes (der dreißig Italiker-Stämme).

Wahrscheinlich im Jahr 665 v. Chr. zerstört, wird „Alba Longa“ heute an der Stelle der päpstlichen Sommerresidenz "Castel Gandolfo" vermutet.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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