Viren – was sind das eigentlich?

Viren sind winzig. Ihre Größe bewegt sich im Nanometerbereich (1 mm = 1 Mio. nm). Und da sie lediglich aus einer Eiweißhülle und einem Nukleinsäurekern (Desoxyribonukleinsäure/DNA oder Ribonukleinsäure/RNA) bestehen und nicht über einen eigenen Stoffwechsel verfügen, gelten sie alles in allem nicht als Lebewesen.

Das Schreckenskabinett

Und doch verursachen die

  • nach einer Studie der:EcoHealth Alliance, einer in den USA ansässigen Organisation, die Forschungs- und Kontaktprogramme zu globaler Gesundheit durchführt‘,

um etwa dreihunderttausend (eine mögliche Dunkelziffer außen vor gelassen) weltweit auf Säugetieren nachgewiesenen Virenarten allgemeinhin ein unangenehmes Gruseln.

Auf leisen Sohlen

Man sieht sie nicht, man hört sie nicht, die Viren. Dennoch ist das geräuschlose, unsichtbare und unheimliche ‚Killerkommando‘ ständig präsent. ‚Mordbuben‘ sozusagen, die sich ausschließlich nur in anderen Organismen vermehren können. Das kann der Mensch sein, aber auch Tiere und, wie es heißt, sogar Pflanzen und Bakterien betreffen.

Die angegriffenen Opfer sind dann quasi die so genannten ‚Wirte‘, bei denen sich die durchaus häufig auch todbringenden ‚Profikiller‘ – zum Beispiel als Infektionskrankheiten unter den alltagsprachlich bekannten Begriffen wie:

  • Ebola, HIV/Aids, Masern, Mumps, Herpes, Tollwut, Gelbfieber, Grippe, Corona- (SARS-CoV-2/Covid-19) und ab und an auch noch die Pocken –

in deren Zellen einnisten, sich dort erschreckend schnell vermehren und immer wieder neuen ‚Nachwuchs‘ produzieren.

Sisyphus

Das geschieht in einem für Laien nicht immer leicht zu verstehenden komplizierten Prozess, den an dieser Stelle ganz genau zu erklären klugerweise den Virologen überlassen bleiben sollte. Noch zumal die eine oder andere Virenart sich geschickt und wendig den für sie ungünstigen Gegebenheiten durch Mutation anpassen kann. Möglicherweise inzwischen gebildete Antikörper im von Viren annektierten Körper werden, wenn man so will, von den ‚Angreifern‘ schlichtweg übertölpelt.

Die Eigenschaften aller der auf der Welt unzählig vorkommenden sowie auch immer wieder neu entstehenden Virentypen zu erforschen, allgemeine Abwehrmaßnahmen zu schaffen und/oder Impfstoffe dagegen zu entwickeln, gleicht einer wahren Sisyphus-Aufgabe.

Es dauert eben sehr lange, bis ein geeigneter Impfstoff gefunden und als einsatzbereit erklärt werden kann. Und manchmal kann es passieren, dass, wenn es diesen Impfstoff dann gibt, er schon nicht mehr wirkt, weil der Krankheitserreger sein Charakteristikum bereits verändert hat.

Ein unfairer Wettlauf

Es gleicht, bildhaft dargestellt, in etwa der Fabel vom 'Hasen und dem Igel'.

Der clevere Igel schließt mit dem Hasen eine Wette. Nämlich schneller zu sein als das Langohr. Allerdings ist ihm bewusst, dass er mit seinen kurzen und krummen Beinen gegen den Hasen eigentlich keine Chance hat. Also lässt er – listig, listig – seine  Igelfrau sich ans eine Ende der Rennstrecke setzen, während er am anderen zwar den Startschuss gibt, den Hasen rennen lässt, selbst aber vor Ort bleibt. Und immer, wenn der Hase an den Rand einer Weglänge kommt, streckt immer schon ein Igel (die Unterscheidung fällt ihm schwer) den Kopf hoch und sagt: „… ich bin schon hier…“.

Vorbeugung und Gegenwehr

Was also bleibt bei einer Epidemie oder gar einer Pandemie? Nicht so richtig viel. Häufiges Händewaschen, sagt man, helfe schon. Nicht einfach in der Gegend herum niesen oder husten ebenso. Menschenansammlungen zu meiden oder wenigstens entsprechenden Abstand zu halten auch.

Breitet sich die Virenübertragung seuchenartig aus, kommen staatliche Einrichtungen im Bund und in den Ländern ins Spiel (z.B. das Robert-Koch-Institut, Gesundheitsämter). Deren Empfehlungen und/oder Maßnahmen können im schlimmsten Fall sein:

  • Reisebeschränkungen, Schließung öffentlicher Einrichtungen (Kitas, Schulen, Stadien, Theater und anderes mehr) bis hin zur Quarantäne infizierter Risikoträger.

Hat man – zufälligerweise – keine Seife vorrätig, soll auch, so sagen es der eine oder andere Gesundheitsratgeber, 70%iger Alkohol hilfreich zum Desinfizieren sein. Muss man aber auch im Haus haben …

Autor: Manfred Zorn
Quellen: „Allgemeinbildung XXL“ (Matthias Edbauer, Hrsg./Compact Verlag), „planetWissen.de“, „Duden – Das große Buch der Allgemeinbildung“ (Dudenverlag)

 

 

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