Was ist Algebra?

Die Algebra ist im weitesten Sinne die Lehre von Gleichungen, mit der man mathematische Probleme lösen kann. Natürlich greift das viel zu kurz und ein Mathematikprofessor würde jetzt die Nase rümpfen. Aber letztlich ist das der Kern.

Nicht erschrecken: ein mathematisches Beispiel

Betrachten wir zum Beispiel eine ganz einfache Gleichung: 5 + x = 10.

  • Das "x" ist die Unbekannte.
  • Diese Unbekannte wollen wir herausfinden.
  • Das geht in diesem Fall allein durch Kopfrechnen.
  • Aber es geht auch mathematisch. Und zwar am einfachsten, in dem wir das "x" auf einer Seite isolieren, also allein stehen haben. Dazu ziehen wir einfach auf beiden Seiten 5 ab.
  • -> 5 - 5 + x = 10 - 5.
  • Das ergibt: x = 10 - 5 oder eben x = 5.

Es geht natürlich auch deutlich schwieriger als oben beschrieben. Zum Beispiel x2 + px + q = 0. Das jedenfalls ist Algebra. Das Rechnen mit Gleichungen, das Rechnen mit Unbekannten.

Erfunden im alten Griechenland oder in Babylon

Als Begründer der Algebra wird oft der Grieche Diophantos von Alexandria genannt. Diophantos lebte irgendwann zwischen 100 v. Chr. und 350 n. Chr., so ganz genau weiß das niemand. Er hinterließ jedenfalls ein mehrbändiges Werk, das sich mit den Gesetzen der Algebra befasste. Aber nicht jeder, der Wissen in ein Buch schreibt, hat es auch erfunden. So gibt es Hinweise, dass schon im alten Babylon mit algebraischen Rechnungen gearbeitet wurde.

Den Namen "Algebra" vergab dann übrigens ein arabisches Mathematik-Buch, das um das 9. Jahrhundert herum entstand (wahrscheinlich durch den Universalgelehrten al-Chwarizmi).

Autor: Dr. Jörg Zorn

 

 

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