Wer hat wann die Sumerer verdrängt – und wieso?

Das waren die Babylonier!

Wann?

Als etwa plus/minus um 2000 v. Chr. herum, das Streben um Macht und Einfluss der verschiedensten sumerischen Fürstentümer/Städte ein zentral geführtes Regierungssystem unmöglich machte, begann der langsame Niedergang des etwa seit 4000 v. Chr. existierenden hochentwickelten (unter anderem in Kunst, Handwerk, Wissenschaft und Architektur) Reiches der Sumerer.

Warum?

Die wachsende Zahl semitischer Immigranten in das Reich sowie die im Laufe der Zeit stattgefundene Etablierung einer Vielzahl sich untereinander bekriegender Herrscherfamilien, führte – etwa um 1900 v. Chr. – zur endgültigen Auflösung. Alles in allem ein Szenario, das die Semiten (kein eigenständiges Volk, sondern eine Sprachgemeinschaft verschiedenster Völker - z.B. Araber, Äthiopier, Malteser, Syrer, Hebräer, Assyrer und hier: die Babylonier) geschickt zu nutzten verstanden.

Wer?

Zu lange ist es her, als dass der genaue Zeitpunkt wissenschaftlich exakt benannt werden kann. Aber angenommen wird heute, dass ungefähr zu Beginn des 19. Jahrhunderts v. Chr. die Stadt Babylon gegründet wurde, das Babylonische Reich und seine Einwohner, die Babylonier, nach ihr benannt sind und Babylonien, unterteilt in eine „Alt“-, „Mittel“- und „Neubabylonische“ Periode, fortan über etwas mehr als dreizehnhundert Jahre eine bedeutende Macht in Mesopotamien (heute: Irak, Südostsyrien) war.

Der Weg in die Oper

Die bekanntesten, dem einen oder anderen aus dem Geschichtsunterricht heute noch geläufigen babylonischen Protagonisten, sind der

  • Feldherr und König Hammurabi (Codex Hammurabi) aus der „Altbabylonischen“ sowie ein gewisser
  • Nebukadnezar II. aus der „Neubabylonischen“ Epoche (Chaldäerreich/etwa von 625 bis 539 v. Chr.),

der sogar unter dem Namen Nabucco Eingang in die gleichnamige, im März 1842 uraufgeführte, Oper des italienischen Komponisten Giuseppe Verdis (*1813/°1901) gefunden hat.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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