Wer waren die Sumerer?

Um etwa 3000 v. Chr. entwickelten sich in Mesopotamien, in der Gegend zwischen Euphrat und Tigris (dem heutigen Irak), die ersten effizient funktionierenden Gesellschaften. Eines dieser heute bekannten Völker waren die Sumerer.

Niemand weiß zwar ganz genau, woher aus Zentralasien sie gekommen sein mögen, doch wird fest angenommen, dass sie sich mit den bereits dort lebenden Einwohnern zu einem Volk zusammenfanden. Im Laufe der Zeit gründeten sie so etwas wie Stadtstaaten, die sich nicht nur durch eine straffe Hierarchie auszeichneten, sondern sich untereinander auch politisch und wirtschaftlich austauschten.

Erste Könige, erste Priester, erste Schriften

An der Spitze dieser stadtstaatlichen Ordnung standen Machthaber (Könige), die gleichzeitig auch als Priester fungierten, ohne aber – im Gegensatz zu den Ägyptern – als Götter verehrt zu werden.

Die Administration dieser so genannten Palastkulturen wurde von Beamten, Händlern und sogar Schreibern wahrgenommen. Letztere hatten Aufgaben zu erfüllen, die denen eines heutigen Buchhalters vergleichbar waren. Aus den Tätigkeiten der Schreiber formte sich die erste komplexe Schriftform – die Keilschrift.

PS

Die Namensgebung „Sumerer“, stammt vom deutsch-französischen Gelehrten Jules Oppert (*1825/°1905).
Die Bezeichnung "Keilschrift", hat der Arzt und Forschungsreisende Engelbert Kämpfer (*1651/°1716) geprägt, der die bereits im 17. Jahrhundert in den Ruinen von Persepolis (antike Stadt in Persien/Iran) gefundenen Schriftzeichen mit diesem Begriff belegte.

Die Entstehung der Keilschrift, wird von der Wissenschaft um 3000 v. Chr. eingeordnet.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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