Wer oder was waren die Minoer?

Die erste Hochkultur in Europa entstand um 2000 v. Chr. an den Küsten Kretas und wurde durch das Volk der Minoer begründet. Deren Name ist von dem mythologischen König Minos – Sohn des Zeus aus der Verbindung mit der von ihm entführten Europa – abgeleitet.

Die Minoer bauten die Paläste von Knossos, Malia, Phaistos und Zakros. Sie waren außerdem ausgezeichnete Seefahrer und verfügten über eine umfangreiche Flotte. Mit dieser waren sie in der Lage, einen regen Güteraustausch im östlichen Mittelmeerraum zu treiben.

Klassengesellschaft

Die Gesellschaft der Minoer war in Klassen eingeteilt. In der Unterklasse zu sein, war auch in dieser Hochkultur kein reines Vergnügen. Die Klasse der Landarbeiter sorgte für die Versorgung der Mächtigen, konnte die erwirtschafteten Erzeugnisse aber immerhin auch auf Märkten anbieten. Handwerker kümmerten sich um den Bau von Haus und Hof, deren Instandsetzungen und um die Herstellung aufwendiger Kunstgegenstände.

Die politische Macht der minoischen Potentaten wurde gestützt durch ihren Anspruch, zu ihren üblichen Aufgaben auch religiöse Positionen einnehmen zu können – eine Domäne, die sie gleichzeitig aber auch ihren – als Priester amtierenden – hohen Beamten einräumten.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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