Wer oder was waren die Mykener?

Die mykenische Kultur entstand etwa um 1600 v. Chr. im südlichen Griechenland.

Innerhalb von zwei Jahrhunderten dehnte sie sich unter anderem sogar bis zur Insel Kreta aus. Durch zerstörerische Kampfhandlungen brachten die Mykener die bereits durch Naturkatastrophen geschwächten Stadtstaaten der Minoer endgültig zu Fall.

Mykenische Blütezeit

Im Gegensatz zu den Minoern waren die Mykener weitaus kriegerischer. Und doch scheinen sie durchaus auch Handelsniederlassungen unterhalten zu haben. Rhodos gilt als eine der bedeutendsten Handelsplätze.

Darüberhinaus waren die Mykener großartige Baumeister, etablierten einen effizienten Verwaltungsapparat und verfügten über ein gut funktionierendes Berufswesen. So gab es – zum Beispiel – Goldschmiede, Sattler, Maurer, Bäcker, Ärzte, Töpfer, Schiffbauer und vieles andere mehr.

Den Mittelpunkt ihres Machtbereichs bildeten massiv befestigte Paläste in Mykene, Pylos und Tiryns auf dem griechischen Festland.

Niedergang

Etwa um 1200 v. Chr. brach die mykenische Zivilisation zusammen.

Als Grund für diesen Zerfall werden heute ein einsetzender Rückzug der Handelspartner, kriegerische Auseinandersetzungen der mykenischen Zentren untereinander, der Einfall eines weniger kultivierten griechischen Volkes (der so genannten Dorer), Brände, Erdbeben und Vulkanausbrüche angenommen.

Die letzten Paläste sollen um 1070 v. Chr. aufgegeben worden sein.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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