Wie kam es zum „Schmalkaldischen Krieg“?

Weil Karl V. (*1500/°1558) irgendwann, genauer gesagt: Nach dem Friedensschluss 1544 mit König Franz I. von Frankreich (*1494/°1547) in Crépy/Frankreich, die "Faxen dicke" hatte.

 

Karl, der nun wieder mehr Zeit hatte, sich um die zu befürchtende Kirchenspaltung zu kümmern, kündigte das bisherige Stillhalteabkommen gegenüber den Protestanten auf und suchte nach einer endgültigen Lösung des Streits.

Anwendung von Gewalt schloss er dabei nicht aus.

Als der „Schmalkaldische Bund“ 1546 die Einladung zur Teilnahme am Konzil von Trient/Norditalien (das in drei Sitzungsperioden zwischen 1545 und 1563 stattfand) boykottierte, war dann Schluss mit Lustig.

Karl V. tat sich mit Papst Paul III. (*1468/°1549) zusammen, der sich naturgemäß ebenfalls nicht mit dem protestantischen Gedankengut identifizieren konnte, belegte die Rädelsführer Johann Friedrich von Sachsen (*1503/°1554) und Philipp von Hessen (*1504/°1567) mit der Reichsacht, ging gegen den „Schmalkaldischen Bund“ militärisch vor und besiegte deren Truppen erfolgreich im April 1547 in der Schlacht bei Mühlberg an der Elbe in Brandenburg.

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige