Wer waren Sultan Süleyman I. „der Prächtige“ und Sultan Mehmed IV.?

Süleyman I. „der Prächtige“ oder auch „der Gesetzgebende“ (trk.: „Kanuni“), stammte aus der von 1299 bis 1923 existierenden Dynastie der Osmanen, war von 1520 bis zu seinem Tod Herrscher des Osmanischen (Türkischen) Reiches und gilt als einer der berühmtesten Sultane.

Expansion

Mittels zahlreicher Feldzüge und territorialer Erweiterung seines Machtbereichs, vergrößerte Süleyman I. das vom Vater übernommene Erbe beträchtlich.

Als der Feldherr, Bauherr (z.B. „Süleymaniye-Moschee“ in Istanbul) und Gedichtsschreiber Süleyman erneut bei einer – dieses Mal aber erfolgreichen – Belagerung im September 1566 bei Szigetvár im Süden Ungarns verstarb, reichte das Osmanische Reich in etwa von Südosteuropa über Nordafrika bis an den Iran/Persien.

Die Türken vor Wien

Nach der o. gen. „Ersten Wiener Türkenbelagerung“ von 1529, gab es noch eine „Zweite Wiener Türkenbelagerung“. Die fand 154 Jahre später statt und dauerte gute zwei Monate: Von Juli bis September 1683.

Wieder versuchten die Osmanen, jetzt unter ihrem Sultan Mehmed IV. (*1642/°1693) bzw. dessen Großwesir Kara Mustafa Pascha, Wien zu erobern. Und wieder hat’s nicht geklappt.

Rückzug und ein Strick

Das osmanische Heer wurde in der Schlacht am Kahlenberg im Wienerwald geschlagen, nahm die Füße unter den Arm und zog sich hastig zurück.

Und? Was wurde aus dem Großwesir? Ach ja! Nun, dem leider erfolglosen Kara Mustafa Pascha wurde Ende des Jahres auf Befehl Sultan Mehmeds IV. die Schlinge um den Hals gelegt …

Autor: Manfred Zorn

 

 

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