Womit war Philipp II. innen- und außenpolitisch befasst?

Nun, ja!
Unangenehm hervorgetan hat sich Philipp II. (*1527/°1598) - Sohn Karls V. (*1500/°1558) und bereits ab 1543 formal König von Spanien - während seiner Amtszeit in der Befürwortung der Inquisition sowie einer damit einhergehenden knallharten Verfolgung der als Ketzer betrachteten Juden und Mauren im Land.

 

Gegen die Hugenotten

In den Neunzigern des 16. Jahrhunderts beteiligte sich der fromme Philipp hoch motiviert - im Schulterschluss mit Papst Clemens VIII. (*1536/°1605) - an den, zum Teil auch religiös geprägten, Auseinandersetzungen gegen die Hugenotten unter dem protestantischen König Heinrich IV. von Navarra und Frankreich (*1553/°1610).

 

Kriege

Und dann waren da noch Philipps II. kostspielige bewaffnete Konflikte

  • mit den Osmanen (-> Türken),
  • Frankreich sowie
  • den Niederlanden und England.

Diese Unternehmungen führten nicht nur zu erheblichen Ausgaben bis hin zu einer mehrmaligen Staatspleite, sondern waren im Ergebnis letztlich nur zu fifty, fifty erfolgreich.

So kam es zwar 1559 mit Frankreich zum Friedenschluss und 1571 wurden die Türken in der Seeschlacht bei Lepanto (-> Hafenstadt am Golf von Korinth/Griechenland) geschlagen, aber an den Niederländern

  • -> „Spanisch-Niederländischer“ bzw. „Achtzigjähriger“ Krieg von 1568 bis 1648

und England

  • -> die sog. „Spanische Armada“ wurde 1588 unter Führung des englischen Seeräubers und späteren Vizeadmirals Sir Francis Drake (*1540/°1596) von den Engländern regelrecht auseinander genommen,

biss Philipp II. sich die Zähne aus.

 

Noch ´ne Kolonie

Während seiner Regentschaft gab es dann aber doch noch einen erwähnenswerten Erfolg.
Die Philippinen wurden der spanischen Krone zugeschlagen.
Die hatte der Spanier Ruy López de Villalobos (*etwa 1500/°1544) 1543 auf der Suche nach den Gewürzinseln entdeckt.

 

Namensgebung

Zu Ehren Philipps II. soll er das Gebiet „Las Islas Filipinas" genannt haben.
Es kann aber auch sein, dass das ein gewisser Bernado de la Torre, seines Zeichens einer der Kapitäne in Villalobos Flotte, gewesen ist.
Die Meinungen über die Urheberschaft gehen da etwas auseinander.
Wie auch immer!
Der  Name der aus tausenden Inseln unterschiedlichster Größe bestehenden Philippinen im Pazifischen Ozean, ist letztlich aber wohl doch auf Philipp II. zurückzuführen.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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