Wie wurden Hochverräter in England des 15.-16. Jahrhunderts bestraft?

Zartbesaitete sollten sich diese Antwort schenken. Hochverräter wurden zu Zeiten Heinrich des Achten erst halb gehängt (so dass sie noch am Leben blieben), dann ausgeweidet, dann gevierteilt und abschließend geköpft. Häufig wurde der Kopf des "Verräters" dann noch wochenlang auf einen Pfahl gespießt und öffentlich ausgestellt.

Angesichts solcher Abscheulichkeiten mag man kaum glauben, dass die Könige, Staatsmänner und Richter, die hinter diesen Urteilen standen, überwiegend humanistisch gebildet waren. Andererseits muss man gar nicht weit in die Geschichte zurückblicken, um andere Greueltaten zu entdecken, die Menschen Menschen antun, häufig sogar legal gestützt (Kriege, Folter etc.).

Könnten wir eine Zeitreise machen, wäre es schön zu entdecken, dass die Menschheit in naher Zukunft einen Entwicklungsstand erreicht, der ohne sich gegenseitig Leid anzutun auskommt. Solange das nicht der Fall ist, fällt es schwer, sich als das höchst entwickelte Lebewesen auf diesem Planeten zu betrachten.

Autor: Dr. Jörg Zorn

 

 

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