Wann sagte sich Heinrich VIII. von der katholischen Kirche und dem Papst los?

Das war 1534. Heinrich VIII. war damals 43 Jahre alt.

Das Erstaunliche daran: Henry VIII. (so nannte man ihn in England) war gläubiger Katholik. Und er war alles andere als ein Lutheraner. Sein Grund für den Bruch mit Rom: Der Papst weigerte sich, der Scheidung von Heinrichs erster Ehefrau, Katharina von Aragon, zuzustimmen. Diese Ehe hatte Heinrich ein Jahr zuvor für nichtig erklären lassen (aus nichtigen Gründen, er wollte eine andere, Anna Boleyn).

Eine der wichtigsten und bedeutsamsten Kirchenspaltungen in der Geschichte entstand also letztlich wegen einer Frau: Henry sagte sich von Rom los und gründete die anglikanische Staatskirche, die fortan eine Sonderstellung zwischen katholischer und evangelischer Kirche einnahm.

Autor: Dr. Jörg Zorn

 

 

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