Wer oder was waren Hernán Cortés und Francisco Pizarro?

Beide waren Konquistadoren (span.: conquistador/Eroberer; conquista/Eroberung). Und zwar während der Zeit spanischer Kolonisierung weiter Teile Mittel- und Südamerikas im 16. Jahrhundert.

Auf zu neuen Ufern

Hernán Cortés (*1485/°1547) und der mit ihm um mehrere Ecken verwandte Francisco Pizarro (*um 1477/°1541) gehörten zu den maßgeblichen Konquistadoren, die nach der Entdeckung der „Neuen Welt“ durch Christoph Kolumbus die bereits zu Spanien gehörenden Besitzungen in der Karibik um neues Terrain auf dem seiner Zeit bekannten amerikanischen Festland erweitern sollten.

Und das taten sie. Allerdings nicht auf die „feine englische“ Art. Im Gegenteil!

Verlockung und Zweitnutzen

Die mit dieser gewaltsamen Eroberung einhergehenden Gier nach Gold und anderen zu erwartenden Schätzen und bis dahin ungeahnten Reichtümern, führte zur grausamen Vernichtung der einheimischen Bevölkerung – zum Beispiel der Azteken und Inka.

Ausrottung

Während der aus niederem Adel stammende Cortés auf der Halbinsel Yukatan sowie im heutigen Zentralmexiko das Volk der Azteken vernichtete (1519-1521) und sagenhafte Schätze raubte, zerschlug der nicht minder rücksichtslose Francisco Pizarro das Reich der Inka im heutigen Peru (1532/1533). Auch er wilderte ausgiebig und nicht weniger erfolgreich als sein "Bruder im Geiste" Hernán Cortés.

Beide brandschatzten, raubten und mordeten was das Zeug hielt. Die den Massakern entkommenen Indios wurden versklavt und unter das "Zeichen des Kreuzes" gezwungen.

Nun ja, eben eine etwas andere Art der Missionierung.

Nutzießer

Cortés und Pizarro bedienten Raffgier und Gewinnsucht nicht nur zu ihrem eigenen Vorteil.

Gleichzeitig, und das war ja der eigentliche Grund ihrer Expeditionen, trugen sie in hohem Maß dazu bei, Spanien zu weiteren Kolonien – und damit der hoffnungslos verschuldeten Staatsschatulle zu mehr Üppigkeit – zu verhelfen.

Und das ist ihnen in der Tat gelungen.

So soll zum Beispiel der spanische König Karl I. (*1500/°1558), der, aus dem Hause der Habsburger stammend, als Karl V. ab 1530 der letzte römisch-deutsche Kaiser war, sehr treffend gesagt haben, dass "in seinem Reich die Sonne niemals untergehe" …

Autor: Manfred Zorn

 

 

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