Was war eigentlich das Ziel, als Magellan die erste Weltumsegelung startete?

Die Gewürzinseln. Die heutigen Molukken. Die Welt zu umsegeln, um berühmt zu werden, solche Motive gibt es eher heute, in Zeiten des Guiness-Buchs der Rekorde.

Magellan und seinem "Auftraggeber" (König Karl I. von Spanien, später als Karl V. auch Kaiser des Heiligen Römischen Reiches) ging es eher um wirtschaftliche Ziele. Dem Seefahrer selbst winkten enormer Reichtum und diverse Vizekönigschaften auf allen neu eroberten Inseln. Und für Spanien sollte Magellan auf der Westroute die Gewürzinseln erreichen.

 

Spanier versus Portugiesen

Diese für den Gewürzhandel sehr bedeutende Inselgruppe im indonesichen Raum war damals schon bekannt, allerdings nur über die Ostroute, entlang der afrikanischen und indischen Küste. Dort hatten in jener Zeit (frühes 16. Jahrhundert) aber die Portugiesen das Sagen. Der Versuch, über Amerika nach Asien zu finden, war für Spanien also auch aus der Not heraus geboren, ostwärts von Feinden umgeben zu sein.

Die Pointe an der Geschichte ist, dass Magellan Portugiese war. Der portugiesische König hatte aber für Magellans Ziel, eine Westroute nach Asien zu finden, keine Begeisterung aufbringen können. Unter anderem wohl auch deshalb, weil für die Portugiesen der bekannte Weg über Afrika sehr viel einfacher schien.

Autor: Dr. Jörg Zorn

 

 

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