Was haben Marie Antoinette und das Erdbeben in Lissabon miteinander zu tun?

Eine zeitliche Koinzidenz: Marie Antoinette kam am 2. November 1755 in Wien zur Welt – und damit genau einen Tag nach dem verheerenden Erdbeben in Lissabon. Das wurde schon damals als schlechtes Omen gedeutet (zumal ihre Mutter, Maria Theresia, bei der Geburt beinahe ums Leben gekommen wäre).

Das Erdbeben von Lissabon ging als eine der schlimmsten Naturkatastrophen der Geschichte in die Annalen ein. Ein Seebeben im Atlantik und der nachfolgende Tsunami vernichteten die Stadt praktisch komplett. Von 275.000 Einwohnern kamen 90.000 ums Leben. Der Tsunami führte auch an vielen anderen Küsten in Europa, Afrika und Amerika zu furchtbaren Verwüstungen.

Auch das schlechte Omen für Marie Antoinette bewahrheitete sich: Sie wurde 1793 in Paris hingerichtet und damit neben ihrem Gemahl, Ludwig XVI., das prominenteste Opfer der französischen Revolution.

Autor: Dr. Jörg Zorn

 

 

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