Wie viele Kinder gingen aus der Ehe zwischen Marie Antoinette und Ludwig XVI. hervor?

Insgesamt vier. Nur eines davon überlebte die Französische Revolution. Selbst wenn man mit der Absetzung von Ludwig XVI. und Marie Antoinette sympathisiert, ist die Geschichte ihrer Kinder sehr tragisch.

Nach langen Jahren der Kinderlosigkeit kam im Dezember 1778 Marie Thérèse Charlotte zur Welt. Danach folgten im Oktober 1781 Louis Joseph Xavier François, im März 1785 Louis-Charles und im Juli 1786 Sophie-Beatrix.

Schicksal der Kinder

Das jüngste Kind starb zuerst. Sophie-Beatrix wurde nur 11 Monate alt.

Das zweite Kind und zugleich der erste Sohn, Louis Joseph Xavier François, starb kurz vor Ausbruch der französischen Revolution im Alter von sieben Jahren an Rachitis.

Am traurigsten ist das Schicksal von Louis-Charles, dem zweiten Sohn. Auch er wurde nur zehn Jahre alt. Er starb 1795 im Gefängnis, in dem er auch nach der Hinrichtung seiner Eltern bleiben musste. Die letzten Jahre wurde er dort mehr oder minder allein gelassen. Ein neunjähriger Junge, ohne Eltern, allein im Gefängnis. Gestorben ist Louis-Charles wahrscheinlich an Tuberkulose. Er wird von einigen Chronisten als Ludwig der XVII. geführt, obwohl er nie regierte.

Nur das erste Kind erreichte das Erwachsenenalter

Die erste Tochter, Marie Thérèse Charlotte, geriet während der französischen Revolution in Gefangenschaft, wurde aber nicht hingerichtet und 1795 im Austausch für Kriegsgefangene an Österreich übergeben. Später heiratete sie ihren französischen Cousin Louis-Antoine de Bourbon und wurde zur Herzogin von Angoulême. Was freilich im Frankreich der Neuzeit kein Vorteil mehr war. Sie starb, nach vielen Jahren der Wanderschaft und Flucht, 1851 im Schloss Frohsdorf in Österreich.

Autor: Dr. Jörg Zorn

 

 

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