Wer war Giotto di Bondone – und was verbindet ihn mit der Renaissance?

Gemeinsam mit Dante, Petrarca und Boccaccio, gilt auch der Architekt, Maler, Bildhauer und Dichter Giotto di Bondone (*1266/°1337) in der Geschichtsschreibung als Vorreiter des sich im ausgehenden Mittelalter (-> etwa ab Beginn des 14. Jahrhunderts) entwickelnden Humanismus. Eines Denkmusters, das die Rückkehr zur Kultur des klassischen Altertums (-> Griechen, Römer) forderte und – damit einhergehend – die Persönlichkeit des gebildeten, aufgeklärten und unabhängigen Einzelnen, des Individuums, in den Mittelpunkt stellte.

Die Rolle, die dem guten Giotto di Bondone (*1266/°1337) in diesem Zusammenhang zugeschrieben wird, stammt aus zur Mitte des 15. Jahrhunderts geschriebenen Künstlergeschichten. Darin wird Giotto aus ärmlichen Verhältnissen kommend beschrieben. Dass er später ein begnadeter Kunstschaffender wurde, entsprach somit durchaus der Gedankenwelt der Renaissance, nach der es nicht um Herkunft, sondern um die eigenständige, individuelle Persönlichkeit ging.

Giotto arbeitete – unter anderem –

  • künstlerisch für Papst Benedikt XII. (*1285/°1342),
  • war leitender Baumeister der Arbeiten am Dom von Florenz,
  • gilt heute als geistiger Vater der toskanischen Freskomalerei,
  • verkehrte mit Boccaccio und Dante und
  • behandelte in seinen Werken ausschließlich religiöse Themen.

Nicht unvermögend, verstarb Giotto im Januar 1337 in Florenz.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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