Wer war Maria de´ Medici?

Als zweite aus der Reihe weiblicher Familienmitglieder des Medici-Imperiums wurde im Oktober 1600 Maria de' Medici (*1575/°1642) mit dem Schürzenjäger Heinrich IV. von Frankreich (*1553/°1610) verheiratet.

Treibende Kraft dieser Verbindung war der Onkel Marias, Ferdinando I. de' Medici (*1549/°1609), der in den zuvor geführten Heiratsverhandlungen geschickt die Schulden des Franzosen einzubringen verstand.

Das Leben Marias nahm allerdings einen mehr oder weniger traurigen Verlauf.

Nach der Ermordung ihres reichlich fremdgehenden Gatten im Mai 1610, übernahm sie vorübergehend die Regierungsgeschäfte für ihren minderjährigen Sohn Ludwig XIII. (*1601/°1643), begann aber etwa ab 1617 ihren Einfluss zu verlieren.

Um 1630 herum verlor sie endgültig den Machtkampf gegen den schlau taktierenden Kardinal Richelieu (*1585/°1642), flüchtete nach Brüssel und verstarb schließlich im Juli 1642 einsam und verarmt in Köln.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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