Wer oder was waren die Medici?

In erster Linie mit Handels- und Bankgeschäften ihren Besitz - teils auch mit durchaus unlauteren Mitteln - ständig steigernd, entwickelte sich der Clan beginnend mit Cosimo de´ Medici, dem Älteren ("il Vecchio" - *1389/°1464), im Verlauf des 15. Jahrhunderts zur Florenz beherrschenden Upperclass.

 

Vetternwirtschaft und Heiratspolitik

Reichtum - hier richtiger gesagt: unermesslicher Reichtum - vermittelt naturgemäß Macht. Nicht verwunderlich daher, dass die Sippe der Medici nicht nur in Wirtschaft und Politik kräftig mitmischte, sondern mit

  • Giovanni de´ Medici (*1475/°1521) als Papst Leo X. (von 1513 bis 1521) sowie
  • Giulio de´ Medici (*1478/°1534) als Papst Clemens VII. (von 1523 bis 1534) sogar ihren Fuß in den Vatikan setzte sowie

in geschickter Weise zwei weibliche Mitglieder des Clans:

  • Katharina de´ Medici (*1519/°1589) und
  • Maria de´ Medici (*1575/°1642)

durch Heirat zu französischen Königinnen aufsteigen ließ.

Langer Rede, kurzer Sinn - die aus der bürgerlichen Mittelschicht stammenden Medici waren Banker, Händler, standen an der Spitze der Stadtstaates Florenz, waren Staatsmänner und schreckten auch vor Korruption und als mafiös zu betrachtendem Agieren nicht zurück.

 

Mäzenatentum

Gleichwohl erhielten sie 1532 den Herzogstitel, wurden letztendlich 1569 zu Großherzögen der Toskana erhoben und gehörten zu den wichtigsten und bedeutendsten - die Epoche der Renaissance prägenden - Kunst-, Wissenschafts- und Architekturmäzenen.

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige