Was war der "Frieden von Roskilde"?

Heute wird Roskilde meist mit einem populären Open-Air-Festival in Verbindung gebracht. Zumindest hierzulande. 1658 war der dänische Ort Schauplatz eines durchaus bedeutenden Friedensvertrages. Und zwar zwischen Schweden auf der einen, und Dänemark-Norwegen auf der anderen Seite.

Der Friedensvertrag von Roskilde zwang Dänemark dazu, seine südschwedischen Gebiete an Schweden abzugeben. Dazu gehörten vor allem die Landschaften Schonen, Halland und Blekinge. Im sogenannten Dänischen Krieg (1657-1658) hatte zuvor der Schwedenkönig Karl X. Gustav die Dänen besiegt. Populär wurde dieser Feldzug vor allem deshalb, weil die schwedische Armee zuvor über die zugefrorene Meerenge (Belte) marschiert war. Wäre sie dabei eingebrochen, würde Kommissar Wallander von Henning Mankell heute vielleicht ein dänischer Krimiheld sein.

Aber sie kamen hinüber und zwangen die dänische Armee letztlich zur Aufgabe. Dänemark verlor dabei neben Südschweden auch noch die Blumeninsel Bornholm, die aber schon kurz darauf, nämlich 1660, wieder in dänischen Besitz kam.

Autor: Dr. Jörg Zorn

 

 

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