Hatte Papst Alexander VI. Kinder – und wenn ja, wie viele?

Es gibt ein dem Maler Cristofano dell´Altissimo (*1525/°1605) zugeschriebenes Portrait von Papst Alexander VI., das im „Corridoio Vasariano“ („Vasari Korridor“) hängt – einer um 1564 erbauten Verbindung zwischen dem Palazzo Pitti und den Uffizien in Florenz/Italien.

 

Künstlerische Visualisierung oder doch ein Womanizers?

Dieser Darstellung nach, scheint Papst Alexander VI. (*1431/°1503) – mit Verlaub – nicht gerade ein Adonis gewesen zu sein. Und doch deuten Schilderungen in den Chroniken darauf hin, dass Rodrigo Borgia in jungen Jahren durchaus ein attraktiver Typ gewesen sein muss, der es verstand, mit Charme und Aussehen bei der holden Weiblichkeit Eindruck zu schinden.

Mit Hirtenstab, Fischerring und päpstlichem Nimbus

Dazu, zum Charmieren und Anmachen schöner Frauen, muss ihm auch noch als Papst – trotz  Kirchenarbeit, Politik, Vetternwirtschaft, Orgien, Mord, Bereicherung des Borgia-Clans u.a.m. – reichlich Zeit und Gelegenheit geblieben sein. Denn vielfältig ist über sein ausgeprägtes und pralles Sexleben zu erfahren.

So werden ihm – neben ausschweifenden und sinnesfreudig gestalteten Orgien, zahlreichen Mätressen sowie den langjährigen Geliebten Vanozza de Cattanei (*1442/°1518) und Giulia Farnese (*1474/°1524) – wenigstens acht (von ihm später als legitim anerkannte) Kinder nachgesagt:

  • Ein Sohn, zwei Töchter von unbekannten Müttern,
  • vier Kinder: Cesare Borgia, Juan Borgia, Lucrezia Borgia, Jofré Borgia mit der Geliebten Vanozza sowie in späten Jahren – da war Alexander so um die Siebzig –
  • zwei weitere Söhne: Giovanni und Rodrigo Borgia.

Während beider Mütter in den Annalen ungenannt bleiben, ranken sich um Giovannis Eintritt ins Leben bis heute unschöne Gerüchte.

Nach der einen Lesart soll Giovanni einer Verbindung Lucrezias mit einem päpstlichen Hofschranzen oder gar einer inzestuösen Vereinigung Lucrezias mit dem Vater oder einem der Brüder entstammen.

An anderer Stelle wiederum, wird Cesare Borgia als Vater gehandelt. Aber auch in diesem Fall gibt es keinerlei Hinweis auf die Mutter.

Letzte Unklarheit

Historische Uneinigkeit über den Erzeuger besteht auch bei der Tochter Giulia Farneses – Laura Orsini.
Wer war der Vater? Der Papst oder Giulias Göttergatte? Sei´s drum – was soll´s …

Autor: Manfred Zorn

 

 

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