Papst Alexander VI. und die Skandalgeschichten – von wem stammen die?

Als die früheste und über lange Zeit als wichtigste und unumgänglichste Quelle zu diesem Papst – der aus dem Norden Spaniens stammte, ursprünglich Roderic Llancol i de Borja (*1431/°1503) hieß und sich ab 1455 Rodrigo Bogia nannte – gelten die Aufzeichnungen („Liber notarum“) eines gewissen Johannes Burkhard (*1450/°1506), seines Zeichens Zeremonienmeister des Vatikan – und in der zwischen 2011 und 2013/14 produzierten TV-Serie „Borgia“ eindringlich dargestellt von Victor Schefé.

Obwohl Burkhards erst vier Jahrhunderte nach seinem Tod veröffentlichte „Skandalchronik“ sowie die möglicherweise daraus entstandenen Verschwörungstheorien und/oder Mythen von Historikern inzwischen in weiten Teilen als nicht wirklich verlässlich eingestuft werden, hinterlässt die Beschäftigung des geneigten Interessierten mit Papst Alexander VI. (Papst von 1492 bis 1503) trotzdem nach wie vor ein „wohliges“ Gruseln.

Selbst dann, wenn vielleicht tatsächlich nicht alles stimmen sollte, was in den Betrachtungen späterer Jahrhunderte über diesen Papst geschrieben wurde.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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