Warum hatten Papst und Kirche unter den Merowingern praktisch nichts zu sagen?

Die merowingischen Könige waren beides! Einerseits Herrscher über das Reich, anderseits auch bestimmende Macht der fränkischen Kirche. Die Könige allein hatten das Sagen über kirchliche Belange.

Sie, die Könige, beriefen oder entließen Bischöfe nach eigenem Gusto, und setzten Kirchenversammlungen nach herrschaftlichem Ermessen an. Der Papst, mit der von ihm in Rom vertretenen katholischen Kirche, spielte so gut wie keine Rolle – beides war weit weg.

 

Woher kamen die Bischöfe des Fränkischen Reichs?

Bischöfe im Fränkischen Reich stammten – mit der Ausnahme, die die Regel bestimmt – aus wohlhabenden fränkischen Adelsfamilien. Zwar gut situiert, aber nicht immer gebildet und oft fern ab jeglicher christlichen Glaubensauffassung, strömten sie zu Hauf in die von den Frankenkönigen für sie freigehaltenen Ämter der fränkischen Kirche.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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