Wer hinderte die Langobarden daran, Rom zu erobern?

Papst Gregor I. – allerdings, bevor er Papst wurde. Zwar marschierten die Langobarden marodierend durch weite Teile Italiens, drangen sogar bis in die Region Latium vor, zerstörten 577 das Kloster Monte Cassino und  drohten Rom einzunehmen – ließen es dann aber bleiben.

 

Warum bezeichnete sich Gregor I. als „Zahlmeister der Langobarden“?

Papst Gregor I. war es 593 gelungen, mit den Langobarden zu einer mehr oder weniger friedlichen Einigung zu kommen. Statt Rom der Verwüstung anheim zu stellen, zog er eine Geldzahlung vor.

In zähen Verhandlungen wurde der Langobardenkönig Agilulf schließlich überzeugt, dass Gregors Sicht der Dinge doch die bessere Alternative war. Agilulf nahm das Geld, die Stadt Rom blieb unversehrt und Papst Gregor I. bezeichnete sich anschließend selbstironisch als „Zahlmeister der Langobarden“.

 

Wie kam es zum Frieden zwischen Gregor I. und Agilulf?

Das ist auf Agilulfs Ehefrau Dietlinde (Theolind) zurückzuführen. Sie setzte sich für den Übertritt ihres Mannes zum Christentum ein, sorgte für die Rückführung konfiszierter Güter an die Bischöfe und drängte den Langobardenkönig Agilulf zu Friedensverhandlungen mit Papst Gregor I. Das war im Jahr 599.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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