Wie verlief die Karriere Papst Gregors I.?

Etwa drei, vier Jahre nach Gregors Eintritt in das Kloster drängte man ihm – wegen seiner unübersehbaren Tüchtigkeit und Begabung – das Amt eines der sieben römischen Dekane auf.

Schon im ersten Jahr seines Pontifikats (579) schickte ihn Papst Pelagius II. als päpstlichen Gesandten nach Konstantinopel (Instanbul), und nach dessen Tod (590) wurde Gregor selbst zum Papst gewählt. Papst Gregor I. der Große (*um 540) starb 604 in Rom.

 

Warum wurde Gregor I. nach Konstantinopel geschickt?

Seit Ende der Sechziger des 6. Jahrhunderts rückten die Truppen der Langobarden immer näher gegen Rom vor. Das empfand Papst Pelagius II. als ständige Bedrohung. Also schickte der Papst den talentierten Gregor 579 nach Konstantinopel (Istanbul), um dort – allerdings erfolglos – militärische Hilfe gegen einen Überfall der „Langbärte“ zu erwirken.

 

Wie wurde Papst Gregor I. von den Zeitgenossen gesehen?

Immer schon als kränklich bekannt, wurde seine Gebrechlichkeit mit zunehmendem Alter nicht besser. Als er 590 zum Papst gewählt wurde, war er 50 und kahlköpfig.

Obwohl gesundheitlich angeschlagen, schildern ihn seine Zeitgenossen als äußerst willensstark und tatkräftig. Allerdings wurde seine päpstliche Herrschaft (590 bis 604) auch durch sein freundliches, ausgleichendes Wesen sowie durch bescheidenes Auftreten geprägt.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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