Was soll Papst Gregor I. zur Missionierung der Angelsachsen bewogen haben?

Papst Gregor I. soll – einer Legende zur Folge – in Rom einen Sklavenmarkt besucht haben, auf dem auch weibliche Delinquenten "feilgeboten" wurden. Einige von ihnen waren recht ansehnlich, hellhäutig und blond.

Auf Nachfrage wurde ihm berichtet, diese jungen Damen seien Angeln aus dem südöstlichen England. Gregor war entzückt, nannte die Bedauernswerten „Engel“ und schickte – zwecks Missionierung – einen Benediktinermönch des Klosters St. Andreas namens Augustinus auf die Insel.

 

War Papst Gregor I. der Große ein Missionar?

In gewisser Weise ganz sicher. So achtete Papst Gregor I. zum Beispiel penibel darauf, dass in bereits christianisierten Gebieten nicht erneut die Heiden die Oberhand gewannen. In diesem Sinne bemühte er sich nicht nur leidenschaftlich um die Missionierung der Germanen, sondern auch um die der Briten. Die Abkehr vom Arianismus der Langobarden unter ihrem König Agilulf gelang Gregor mit Hilfe von dessen Gattin Dietlinde (Theodelind).

Schließlich trat im Laufe von Gregors Amtszeit – neben anderen – auch der englische König Ethelbert zum Christentum über.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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