Wer war Augustinus, Erzbischof von Canterbury?

Sein Geburtsjahr und seine Jugend liegen im Dunkeln. Irgendwann, etwa zur Mitte der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts, ist von ihm als Benediktinermönch und Prior des Andreasklosters in Rom die Rede.

Im Jahre 596 wurde Augustinus von Papst Gregor I. (dem Großen) in Sachen Heidenbekehrung nach England geschickt. Augustinus, 601 zum ersten Erzbischof von Canterbury ernannt, ließ eine heruntergekommene Kirche zu einer Kathedrale umbauen, die bis heute Bischofssitz des geistlichen Oberhaupts der Kirche von England ist.

Das von König Ethelbert aus Kent (*etwa 555/°618) gleichzeitig initiierte und den Aposteln Peter und Paul geweihte Kloster wurde später (978) dem ersten Erzbischof von Canterbury, nämlich dem 605 verstorbenen Augustinus gewidmet und trägt heute den Namen "Abtei St. Augustinus".

 

Welche Aufgaben erhielt Augustinus von Papst Gregor I.?

Augustinus sollte im Wesentlichen – neben der Missionierung, bei der den Bekehrten allerdings freigestellt wurde, nach welcher Liturgie (keltisch, römisch oder fränkisch) der Gottesdienst abgehalten werden soll – den Aufbau kirchlicher Strukturen forcieren.

Noch heute bestehen die von ihm seiner Zeit eingerichteten kirchlichen Provinzen, Diözesen und Gemeinden.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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