Wann und wo gründeten sich erste Klostergemeinschaften?

Der Ursprung klösterlicher Gemeinschaften liegt in Ägypten. Dort gründete ein gewisser Pachomius im Jahre 320 (n. Chr.) ein Kloster und sorgte als Erster für entsprechende Regeln klösterlichen Zusammenlebens.

Ein erstes halbklösterliches Mönchtum im abendländischen Raum wird einem Bischof Eusebius von Vercelli (Piemont/Italien) zugeschrieben. Und im Jahre 361 entstand aus einer von St. Martin, des späteren Bischofs von Tours, angelegten Einsiedlerei das erste Kloster Galliens (in Ligugé bei Poitiers/Frankreich).

 

Wer waren die Vorläufer des Mönchtums?

Bereits während des 2. und 3. Jahrhunderts zogen sich gläubige Christen aus der Gesellschaft zurück, um – zunächst allein (Einsiedler, Eremiten), zunehmend auch in Gemeinschaften – in Abgeschiedenheit und fern ab jeglicher Weltlichkeit ein gottesfürchtiges Leben zu führen.

 

Was zog die Menschen vermehrt in klösterliche Gemeinschaften?

Es waren im Wesentlichen die dekadenten Zustände des verblassenden römischen Reiches sowie des teilweise chaotisch beherrschten Fränkischen Reiches, die gläubige und rechtschaffende Menschen dazu brachten, die Weiterentwicklung des abendländischen Mönchtums zu forcieren – und im Gegensatz zum fränkischen Klerus unterwarfen sie sich strengen Lebensregeln.

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige