Wer vereitelte den Umsturzversuch Pippin des Buckligen?

Das war ein gewisser Kaplan Fardulf, ein untergeordneter Priester am Hof Karls des Großen mit geringfügiger – wenn überhaupt – Verantwortung. Er hat Pippins beabsichtigten Putsch gegen "Entgelt" verraten. Die Attentäter wurden hingerichtet, der Bucklige bis an sein Lebensende (811) ins Kloster gesteckt.

Zum Hintergrund: Pippin der Bucklige war als eigentlich legitimer Thronfolger von Karl dem Großen – er war der erste Sohn – im Alter von 11 Jahren abgesetzt und durch einen Halbbruder ersetzt worden. Ob wegen seiner körperlichen Verunstaltung (was wahrscheinlich ist) oder wegen seiner Mutter, die nachträglich zur Konkubine erklärt wurde (was wohl eher eine vorgeschobene Begründung war), ist nicht endgültig geklärt. Jedenfalls hat ihn das im Alter von 22 Jahren bewogen, mit einigen Mitstreitern einen Putschversuch zu starten. Der ging schief, weil Kaplan Fardulf petzte.

Autoren: Manfred Zorn & Dr. Jörg Zorn

 

 

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