Die "Pippins" vor Pippin III.

Wer waren Pippin der Ältere, Pippin der Mittlere und Pippin der Jüngere? Und hießen eigentlich alle Vorgänger von Karl dem Großen Pippin? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Wie viele Karolinger namens Pippin gab es?

Mindestens sechs bis sieben! Wenn man nicht aufpasst, sind sie mitunter leicht zu verwechseln.

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Welchen Job hatten Pippin der Ältere, der Mittlere und der Jüngere?

Pippin der Ältere, Mittlere und Jüngere waren so genannte Hausmeier (Major domus) königlicher Haushalte im Fränkischen Reich. Das Amt des Hausmeiers war ursprünglich nicht mehr als eine Art Schlossverwalter. Später aber, und das gilt auch schon für die genannten Pippins, waren die Hausmeier ausgesprochen mächtig und neben dem eigentlichen Herrscher wichtigste politische Kraft.

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Woher kamen die Hausmeier – und welche Aufgaben hatten sie?

Hausmeier (lateinisch: Major domus) stammten aus dem fränkischen Adel. Das Amt war aber auch bei den Goten und Burgunden bekannt. Diese Position entstand während der Zeit der Völkerwanderung und wurde dabei wahrscheinlich zwischen den verschiedenen Germanenstämmen weitergegeben.

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Welche Bedeutung wird Pippin dem Älteren zugeschrieben?

Gemeinsam mit Arnulf, Bischof von Metz (etwa *582 bis °640), gilt Pippin der Ältere (etwa *580 bis °640) als „Stammvater“ der späteren Karolinger. Beide standen als Hausmeier in Diensten des letzten bedeutenden merowingischen Königs Dagobert I.

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Wo mischte Pippin der Ältere sich ein?

Gemeinsam mit Arnulf, Bischof von Metz, mischte sich Pippin der Ältere 613 in eine innerfamiliäre Auseinandersetzung der Merowinger ein.

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Wann und bei wem wurde Pippin der Ältere Hausmeier?

Als Chlothar II. im Jahr 623 seinen fünfzehnjährigen Sohn Dagobert zu Dagobert I. machte, dienten Arnulf und Pippin zunächst als Berater des jungen Mannes.

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Woher stammte Arnulf von Metz?

Geboren wurde Arnulf von Metz in Nancy. Arnulf (etwa *582 bis °640) war Spross des fränkischen Adelsgeschlechts der Arnulffinger und später Hausmeier beim Frankenkönig Theudebert II. von Austrasien. Austrasien oder Austrien ist der östliche Teil des damaligen Frankenreiches.

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Wie kam Arnulf von Metz an den Hof Chlothars II.?

Nachdem Arnulf, Pippin der Ältere und Chlothar II. von Neustrien 613 gemeinsam für die Absetzung der austrasischen Königin Brunhilde gesorgt hatten, übernahm Arnulf Aufgaben am Hof Chlothars II.

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Welche Aufgabe übernahm Arnulf von Metz am Hof Chlothars II.?

Wie auch Pippin der Ältere kümmerte Arnulf sich beratend um den jungen Merowinger Dagobert (*609 bis °639), der von seinem Vater Chlothars II. im Jahre 623 zu Dagobert I., König von Austrasien, gemacht wurde.

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Wohin ging Arnulf von Metz nach dem Tod Chlothars II.?

In die Vogesen. Nach dem Tod Chlothars II. und der Thronbesteigung Dagoberts I. zum König des Fränkischen Reichs gab Arnulf seine Beratertätigkeit sowie auch das Bischofsamt auf.

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Wen besiegte Pippin II. (der Mittlere) in der Schlacht bei Tertry?

Pippin II., der Mittlere (etwa *635 bis °714), austrasischer Hausmeier aus dem Geschlecht der Arnulffinger, besiegte 687 in der Schlacht bei Tertry den Merowingerkönig Theuderich III. sowie dessen Verbündeten, den Hausmeier Berchar von Neustrien-Burgund.

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Was erklärte Pippin II. (der Mittlere) für erblich?

Nach der Schlacht bei Tertry und seinem Sieg über den Merowingerkönig Theuderich III. erklärte Pippin II. der Mittlere flugs die Hausmeierei als erblich. Also das Amt des Hausmeiers, damals bereits fast so wichtig wie das des Königs. Das war zuvor noch nicht so eindeutig der Fall gewesen.

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Was bereitete Pippin der Mittlere in Friesland vor?

In den Jahren 690 bis 695 eroberte Pippin der Mittlere (Pippin II.) Friesland – auch damals schon eine Gegend an der niederländischen und deutschen Nordseeküste. Dieses Unterfangen bereitete den Boden zur späteren Christianisierung der Friesen durch den angelsächsischen Missionar Willibrord (etwa *658, England bis °739, Echternach).

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Wie wurde die Nachfolge Pippins des Mittleren geregelt?

Nachdem Pippin der Mittlere 714 nach langer Krankheit verstarb und in Chévremont (Frankreich) beigesetzt war, begannen die Familienstreitigkeiten. Ursprünglich hatte Pippin seinen Sohn Grimoald II. – aus der Ehe mit der adeligen Plektrud – als Nachfolger vorgesehen.

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