Karl der Große: Feldherr

Gegen wen führte Karl der Große alles Krieg? Und warum? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Wer musste zur Zeit der Karolinger eigentlich für die Soldaten sorgen?

Grundsätzlich war jeder Freie, also jeder aus der führenden Schicht des karolingischen Adels, zur Loyalität gegenüber dem jeweiligen Lehnsherren sowie dem König zum Dienst an der Waffe verpflichtet. Dazu gehörte auch, für die Ausrüstung und Verpflegung der zu stellenden Kämpfer Sorge zu tragen.

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Wie bereitete Karl der Große seine Feldzüge vor?

Karl der Große hat so gut wie ständig Krieg geführt. Im Frühling eines jeden Jahres rief er die Mächtigen und Lehnsherren seines Reiches auf dem so genannten Maifeld zusammen. Mitzubringen waren die zum Heeresdienst verdonnerten Gefolgsleute mit deren Reitern - bestehend aus schwerer (-> „Scara francisca“ -> „Panzerreiter“) und leichter Kavallerie - sowie die Horde des marschierenden Fußvolks.

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Wie viele Feldzüge hat Karl der Große unternommen?

Die Zahl bedeutender Feldzüge Karls des Großen wird mit mindestens sechzig beziffert. Statistisch gesehen, macht das in Karls sechsundvierzig Jahren als König und Kaiser 1,3 Waffengänge per anno.

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Wer waren die wesentlichen Gegner Karls des Großen?

Nun, Karl der Große kämpfte unter anderem gegen aufmüpfige Aquitanier, gegen das aus Asien in Ungarn eingefallene Volk der Awaren sowie gegen den Bayernherzog Tassilo III. Der hatte – was absolut nicht im Sinne Karls war – die jüngste Tochter des Langobardenkönigs Desiderius geheiratet und sich daher dummerweise auf die Seite der Langobarden geschlagen.

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Wer oder was waren die Agilolfinger?

Als Agilolfinger, ursprünglich ein Stamm der Alemannen, bezeichnete sich die erste - vom sechsten bis zum Ende des achten Jahrhunderts herrschende - bayerische Herzogsdynastie mit „Regierungssitz“ in Regensburg.

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Wer war Tassilo III.?

Tassilo III. (etwa *741 bis °796) stammte aus der Familie der Agilolfinger. Schon als Kind erhielt er den Titel „Herzog von Bayern“.

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Was hatte Tassilo III. mit den Langobarden zu tun?

Durch die eheliche Verbindung mit der langobardischen Prinzessin Liutburc, der jüngsten Tochter des Langobardenkönigs Desiderius, führte Tassilo III. die über viele Jahrzehnte gewachsenen engen Beziehungen zu den Langobarden fort.

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Warum galt Tassilo III. als Verräter?

Tassilo III. hatte 757 das Land Bayern von Pippin dem Jüngeren, dem Vater Karls des Großen, als Lehen erhalten. Damit war er nicht nur lehenspflichtig, sondern im Falle kriegerischer Auseinandersetzungen auch verpflichtet, seinen militärischen Beitrag zu leisten.

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Warum und wann rückte Karl der Große in Bayern ein?

Der Groll Karls des Großen gegen Tassilo III. hatte sich über Jahre aufgestaut. Dessen unentwegtes Eintreten für die Eigenständigkeit Bayerns (-> der Agilolfinger), seine enge Verbundenheit zum Langobardenkönig Desiderius sowie Tassilos permanente Verweigerung, an Karls Feldzügen teilzunehmen, hatten das Vertrauensverhältnis nachhaltig belastet. 

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Wer waren die Awaren?

Das Reitervolk der Awaren kam ursprünglich aus dem asiatischen Raum. Im Laufe des 4. Jahrhunderts drangen sie langsam aber stetig nach Westen vor. Wirklich auffällig wurden sie im 6. Jahrhundert in/vor Konstantinopel.

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Warum kämpfte Karl der Große gegen die Awaren?

Nun ja, nach der Absetzung ihres Verbündeten, des Bayernherzogs Tassilo III., 788 durch Karl den Großen und der damit einhergehenden Einverleibung Bayerns ins fränkische Reich, waren die Awaren mit einem Mal direkte Nachbarn der Franken.

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Wie oft zog Karl der Große gegen die Awaren zu Felde?

Dreimal! Beim ersten Mal - 791 - hatte Karl Pech. Eine unerklärliche Seuche raffte die Pferde seines Heeres dahin, was ihn unverrichteter Dinge zur Aufgabe seines Vorhabens zwang.

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Was hat Karl der Große mit dem Schatz der Awaren gemacht?

Unglaublich vermögend sollen die Awaren aufgrund erpresserischer Tributforderungen ihres Anführers Baian Khan an das byzantinische Reich geworden sein. Die Mär von einem sagenhaften Goldschatz machte die Runde - und vor Karl dem Großen nicht halt.

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Hat es den „Awarenschatz“ tatsächlich gegeben?

Offensichtlich! Es muss den Awaren 796 irgendwie gelungen sein, Teile des Schatzes vor der fränkischen Soldateska zu verbergen.

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Was bewog Karl den Großen, gegen die Langobarden vorzugehen?

Das war die seit zwei Jahrhunderten fortwährende Manie der Langobarden, Unruhe zu stiften. Sie brachen Verträge, besetzten wiederholt päpstliches Land und bedrohten in ständig wiederkehrenden Intervallen die Stadt Rom, den Sitz des Papstes.

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Wer waren die Sachsen?

Die Sachsen, ein westgermanischer Stammesverband, wurden etwa ab dem zweiten und dritten Jahrhundert im heutigen Nordwestdeutschland und Teilen der Niederlande auffällig. Weitläufig verwandt waren sie mit den Angeln. Aus beiden Stämmen entwickelten sich in England später die Angelsachsen.

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Warum und wann begann Karl der Große, gegen die Sachsen zu kämpfen?

Tja, was mag sich Karl dabei gedacht haben? Möglicherweise war es die Tatsache permanenter räuberischer Übergriffe der Sachsen auf fränkisches Gebiet. Möglich aber auch, dass es Karl als bekennendem Christen in erster Linie darum ging, die störrischen Sachsen endlich zu missionieren. Wahrscheinlich war es beides zusammen.

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Was sind Eresburg und Irminsul?

Die Eresburg war eine im heutigen Hochsauerland an der Diemel, einem Zufluss zur Weser, gelegene Wehranlage der Sachsen.

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Warum dauerten die Sachsenkriege Karls des Großen gute dreißig Jahre?

Weil die Sachsen keinen König oder einen für alle Stämme sprechenden Anführer hatten. Mit wem sollte Karl also verhandeln. Die Sachsen entsprachen dem Haupt der Hydra. Hatten seine Panzerreiter und Fußtruppen einen der Stämme besiegt, machte sich der nächste Clan auf die Beine, um Widerstand zu leisten.

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Was ist unter dem „Blutgericht von Verden“ zu verstehen?

Der über Jahre währende Zermürbungskrieg gegen die „unbelehrbaren“ und aufsässigen Sachsen mit hin und herwogenden Erfolgen und Niederlagen mal der einen, mal der anderen Seite, war für Karls Truppen – Panzerreiter, leichte Kavallerie und Fußvolk – demoralisierend und für Karl selbst niederschmetternd und deprimierend.

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Was geschah nach dem Verdener Blutgericht Karls des Großen?

Nun, wenn Karl gedacht hatte, mit dem Blutgericht von Verden die Sachsen zur Einsicht – und zum Christentum! – bekehrt zu haben, sah er sich getäuscht. Im Gegenteil!

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Was bedeutet eigentlich Karls des Großen „Capitulare Saxonium“?

Nun, Karl der Große begegnete den nicht enden wollenden Freiheitsbestrebungen der Sachsen weiterhin mit unerbittlicher Härte.

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Welche Maßnahmen umfasste Karls des Großen „Capitulare Saxonium“?

Zuerst einmal wurde Sachsen fränkische Provinz. Sämtliche heidnischen Kulte der Sachsen wurden unter Strafandrohung bei Zuwiderhandlung verboten, das Christentum zum für jeden Sachsen verbindlichen Religion erklärt.

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Hatte die Rechtssatzung („Capitulare Saxonium“) für die Sachsen ewig Bestand?

Nein, hatte sie nicht. Nicht in vollem Umfang.

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Warum kämpfte Karl der Große gegen die Moslems?

Karl der Große hatte nicht nur mit den Sachsen seine liebe Not. Und obwohl immer wieder Aufstände auch in anderen Reichsgebieten niedergeschlagen werden mussten, ließ er sich 777 trotz allem von islamischen Prokuratoren (-> Sachwalter) im Norden Spaniens, die mit dem Emir Abd ar-Rahman I. von Cordoba im Clinch lagen, um Hilfe bitten.

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Wann zog Karl der Große nach Spanien, um gegen Moslems zu kämpfen?

Im Jahr 778. Karl der Große hatte sich tatsächlich hinreißen lassen, dem für seine Eigenständigkeit gegen den Emir von Cordoba kämpfenden islamischen Statthalter Sulaiman zur Hilfe zu eilen.

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Womit wurde Karl der Große vor Saragossa konfrontiert?

Tja, als Karl mit seinen Leuten Saragossa einnehmen wollte, hatte sich die Lage leider verändert. Obwohl der Emir von Cordoba inzwischen erschlagen und das Anliegen des moslemischen Bittstellers Sulaiman also mit Unterstützung der Franken somit erfüllt worden war, hatte der falsche Fuffziger allerdings plötzlich seine Meinung geändert.

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Was unternahm Karl der Große nach dem Fall der Stadt Saragossa?

Verärgert über den Verrat Sulaimans, der ihn erst um Hilfe gebeten, dann aber vor den Kopf gestoßen hatte und entnervt von südlicher Hitze, verlor Karl der Große scheinbar jegliches Interesse an Spaniern und Arabern. So schnell wie möglich wollte er die Gegend verlassen.

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Wie kam es zur „Katastrophe von Roncesvalles“?

Sich der Guerillagefahr seitens der – zwar christlich getauften, aber den Franken verständlicherweise wenig zugetanen – Basken wohl bewusst, ließ Karl sein Heer, in zwei Abteilungen und weit auseinander gezogen, den Rückzug über die Pyrenäen antreten.

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Wer war eigentlich Roland, Markgraf der Bretagne?

Roland, Markgraf der Bretagne, war (angeblich) der Sohn aus Karls des Großen inzestuöser Beziehung zu seiner Schwester Adalhaid.

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