Warum dauerten die Sachsenkriege Karls des Großen gute dreißig Jahre?

Weil die Sachsen keinen König oder einen für alle Stämme sprechenden Anführer hatten. Mit wem sollte Karl also verhandeln. Die Sachsen entsprachen dem Haupt der Hydra. Hatten seine Panzerreiter und Fußtruppen einen der Stämme besiegt, machte sich der nächste Clan auf die Beine, um Widerstand zu leisten.

Während der sächsische Adel eher bereit war, zum Christentum zu konvertieren – immerhin konnten sie dafür mit fränkischen Titeln belohnt werden – verweigerte sich der „kleine Mann“ vehement gegen die Christianisierung. Es waren im Wesentlichen die Bauern, die sich nicht einschüchtern ließen. Unterstützt wurden sie in ihrem „Untergrundkampf“ vom westfälischen Herzog Widukind (etwa *730 bis °807), einem „Guerillakämpfer“ durch und durch, der für ein ständiges Hin und Her von Sieg und Niederlage der Franken sorgte.

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige