Was bewog Karl den Großen, gegen die Langobarden vorzugehen?

Das war die seit zwei Jahrhunderten fortwährende Manie der Langobarden, Unruhe zu stiften. Sie brachen Verträge, besetzten wiederholt päpstliches Land und bedrohten in ständig wiederkehrenden Intervallen die Stadt Rom, den Sitz des Papstes.

Das konnte Karl der Große als ausgewiesener „Patricius Romanorum“ (-> „Schutzherr der Römer“) nicht hinnehmen. Nochzumal schon sein Vater, Pippin der Jüngere, ein diesbezügliches Schutzbündnis mit dem Papst geschlossen hatte.

Im Jahr 774 war es dann soweit.

Die Langobarden wurden - nach mehrmonatiger Belagerung der Stadt Pavia - endgültig geschlagen. König Desiderius wurde samt Gattin ins Kloster abgeschoben - und Karl der Große krönte sich selbst zum "König der Langobarden".

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige