Von wem wurde Karl der Große „kaiserlicher Bruder“ genannt?

So nannte der byzantinische Kaiser Karl den Großen ab 812. Bis dahin wurde über das „doppelte“ Kaiserproblem heftig gestritten, obwohl sich bereits 802 eine endgültige Lösung angeboten hätte. In jenem Jahr wurde nämlich die Kaiserin Irene von ihrem Finanzminister Nikephorus gestürzt, der daraufhin ihre Nachfolge antrat.

Der war zwar von Karl als zweitem Kaiser wenig begeistert, ließ es aber letztlich zähneknirschend auf sich beruhen.

Endlich, nach zähem Hin und Her - der Ostkaiser und ehemalige Finanzminister Nikephorus war 811 gestorben, sein ihm nachfolgender Sohn Staurakios kurze Zeit später abgesetzt - wurde der Zwist schließlich beigelegt.

Michael, so hieß der neue Ostkaiser, nannte sich ab 812 zwar ebenfalls „Imperator Romanorum“ (-> „Kaiser der Römer“), erkannte Karl den Großen aber großmütig als so genannten „kaiserlichen Bruder“ an.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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