Karl der Große: Reformer

Welche Reformen gehen auf Karl den Großen zurück? Welche Fortschritte brachte er dem fränkischen Reich? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Was veränderte Karl der Große militärisch?

Karl der Große rüstete seine Truppen auf. Die Grafen wurden, je nach Größe ihrer zu verwaltenden Gebiete, in die Pflicht genommen, für eine ausreichende Mannschaftsstärke zu sorgen und ihre Untertanen – auch Vasallen genannt – entsprechend auszustatten.

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Wie veränderte Karl der Große die Rechtspraxis?

Im Rechtswesen verringerte Karl die Häufigkeit so genannter „verpflichtender Grafenthinge“ auf drei Zusammenkünfte pro Jahr. Die bisher je nach aktuellen Erfordernissen einberufenen „gebotenen Thinge“, wurden auf regelmäßig vierzehntägig stattfindende Treffen reduziert.

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Wie hat Karl der Große versucht, die Rechtsprechung zu vereinheitlichen?

Grundsätzlich beließ es Karl der Große bei der jeweiligen Rechtsauffassung – den so genannten Volksrechten – eroberter Gebiete.

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Was ist unter dem Begriff „Kapitularien“ zu verstehen?

Ab 779 arbeitete Karl der Große mit so genannten „Kapitularien“, das waren königliche Erlasse oder Dekrete, deren einzelne Teile „capitula“ (-> Kapitel) genannt wurden.

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Wie verbesserte Karl der Große die Reichsverwaltung?

Karl hatte schon früh die verwaltungstechnische Problematik seines Riesenreiches erkannt. Neben der ständigen Überprüfung des Lehnswesens und Vasallentum seiner zum Reich gehörenden Gebiete durch Inspektoren, stockte er die Mitarbeiterzahl seiner Marschälle, Mundschenke, Kämmerer und Kanzler auf.

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Wie hat Karl der Große versucht, den Warenhandel zu regeln?

Um Güter und Waren wertmäßig angemessener beziffern zu können sowie den üblicherweise gepflegten Austausch in Form von Naturalien zu erleichtern, ersetzte Karl der Große die bisher gültigen Bewertungsmaßstäbe durch Münzen mit immer gleicher Legierung und entsprechend gleicher, unverwechselbarer Prägung.

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Was wurde in der „Admonitio generalis“ festgelegt?

Die „Admonitio generalis“ (-> lat. „allgemeine Ermahnung"), einem Kapitular aus dem Jahr 789, ist – im weitesten Sinne – ein in zwei Teilen auf die Religion und den Glauben bezogenes Reformprogramm für das Reich Karls des Großen.

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Was ist unter „Capitulare de villis“ zu verstehen?

Die etwa um 812 von Karl dem Großen veranlasste Verfügung, die „Capitulare de villis“, ist so etwas wie eine detaillierte Gebrauchsanweisung für so gut wie alles in der Landwirtschaft Vorkommende. Anzunehmen ist, dass die darin festgehaltenen Vorgaben – auch oder wegen möglicher Zeiten des Mangels – Versorgungsengpässe vermeiden helfen und Erträge steigern  sollten.

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Verfügten die Karolinger über ein Geldwesen?

Ja, das taten sie! Als das Herrschergeschlecht der Karolinger auf der Bildfläche erschien, lag das zuvor römische Münzwesen allerdings noch in Händen des Klerus und/oder privilegierter Familien. Erst unter Pippin III. dem Jüngeren wurde das geändert. Der hatte nämlich erkannt, dass das Vorrecht des Münzprägens eine willkommene Einnahmequelle darstellte.

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Wurden Juden von den Karolingern toleriert?

Ja, durchaus! Unter der Herrschaft der Karolinger gab es keinerlei Judenverfolgungen. Im Gegenteil! Karl der Große betrachtete zum Beispiel jüdische Kaufleute als wichtige und willkommene Mittler zwischen Muslimen und Christen.

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Gab es im Fränkischen Reich einen „Bildungsnotstand“?

Als Karl der Große 768 „Teilkönig“ und 771 Alleinherrscher des Frankenreiches wurde, lag das Reich bildungsmäßig in der Tat im Argen. Die nach dem Niedergang des römischen Reiches geführten Kriege hatten zu regionaler Separation und sprachlicher Vielfältigkeit, und die in der Folge stattgefundenen Plünderungen zur Zerschlagung bestehender Strukturen geführt.

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Wer war Alkuin?

Alkuin (etwa *730 bis °804) war ein angelsächsischer Gelehrter aus Northumbrien, einem Kleinkönigtum in England. Zuerst Benediktinermönch, Dekan und Priester, wurde er 766 zum Leiter der Domschule von York ernannt.

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Welches Ziel hatte die Schulpolitik Karls des Großen?

Zum einen sollten die Menschen – mindestens – lesen und schreiben können.

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Was machte Karl der Große zur Voraussetzung für Lehrer?

Die Schulpolitik Karls des Großen sah vor, den Klerus so auszubilden, dass Geistliche und Mönche befähigt wurden, Lernwillige – aus allen Schichten der fränkischen Gesellschaft – zu unterrichten.

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In welchen Fächern wurde an der Hofschule unterrichtet?

Karls des Großen Vorbild in Sachen Bildung und Kunst war das Byzantinische Reich. Um hier ansatzweise den Anschluss zu finden, wurden in der Grundstufe zum Beispiel die Fächer Grammatik, Dialektik und Rhetorik gelehrt.

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Wer war an den Schulen Karls des Großen zugelassen?

Lernwillige aus allen Schichten des Volkes. Karl wollte vermeiden, dass nur die Söhne aus dem Adel, vermögender Gutsherren oder reicher Händler zu den Klosterschulen zugelassen werden.

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Was bedeutet der Begriff „Karolingische Renaissance“?

Der Begriff „Karolingische Renaissance“ umfasst die kulturelle Erneuerung – nicht nur, aber ausgesprochen ausgeprägt – zur Zeit Karls des Großen. Karl hat Ausbildung, Bildung, Kunst und Wissen sozusagen zur Chefsache gemacht.

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Was sind „Minuskel“?

Unter Aufsicht und Anleitung Alkuins, des angelsächsischen Beraters Karls des Großen, entwickelten Mönche eine neue – leicht zu lesende und flott zu schreibende – Schrift, die karolingischen „Minuskel“, die als Grundlage unserer heutigen Schrift gelten.

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Was hat Karl der Große mit einem „weißen“ Elefanten zu tun?

Der „weiße“ Elefant war wirklich weiß (-> Albino!?) und – etwa um 802 – ein Geschenk des Kalifen von Bagdad, Harun al-Raschid (*etwa 763 bis °809), an Karl den Großen.

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