Verfügten die Karolinger über ein Geldwesen?

Ja, das taten sie! Als das Herrschergeschlecht der Karolinger auf der Bildfläche erschien, lag das zuvor römische Münzwesen allerdings noch in Händen des Klerus und/oder privilegierter Familien. Erst unter Pippin III. dem Jüngeren wurde das geändert. Der hatte nämlich erkannt, dass das Vorrecht des Münzprägens eine willkommene Einnahmequelle darstellte.

Also stellte Pippin – etwa um 755 – die „Geldproduktion“ wieder unter staatliche Obhut. Münzen trugen fortan seinen, und später Karls des Großen Namen. Auf Karl den Großen, der bereits in den achtziger Jahren des 8. Jahrhunderts das Pfund in zwanzig Schillinge und diese wiederum in je zwölf Pfennige (-> „Denare“) unterteilt hatte, ging das bis 1970 in England angewandte Währungssystem (-> Pfund, Schilling, Pence) zurück.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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