Wie veränderte Karl der Große die Rechtspraxis?

Im Rechtswesen verringerte Karl die Häufigkeit so genannter „verpflichtender Grafenthinge“ auf drei Zusammenkünfte pro Jahr. Die bisher je nach aktuellen Erfordernissen einberufenen „gebotenen Thinge“, wurden auf regelmäßig vierzehntägig stattfindende Treffen reduziert.

Die Vertreter der Gerichtsbarkeit hatten wirtschaftlich unabhängig, von tadellosem Ruf zu sein und dafür Sorge zu tragen, dass kriminelle Delikte sowie andere Rechtsverletzungen eine ausreichende Untersuchung erfuhren. Karl führte „Rügenzeugen“ ein – ausgewählte und vereidigte Menschen, die Verbrechen ihres Umfeldes vor Gericht zu bringen hatten – und schuf im weitesten Sinne die Basis einer Schöffengerichtsbarkeit.

Autor: Manfred Zorn

 

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