Womit versuchte Karl der Große den Stammesadel an sich zu binden?

Zwar verloren die Herzöge eroberter Gebiete ihre Souveränität sowie den Titel, aber ihre Stammesrechte blieben im Großen und Ganzen unangefochten.

Um die Loyalität des jeweiligen Adels zu gewinnen und diesen zunehmend an ihn und das Reich zu binden, schuf Karl im weitesten Sinne so etwas wie eine das Reich übergreifende Aristokratie. Die führenden Protagonisten wurden großzügig mit Gütern, Land- und Forstgebieten versorgt.

Die Idee, die hinter dieser Vorgehensweise steckte, entsprach dem Gedanken, alle und alles unter „einen Hut“ zu bringen, um, wenn man so will, ein „einheitliches“ Europa zu schaffen. Allerdings kam zu Karls Zeiten der Begriff "Europa" nicht vor. Ein "Europa" im heutigen Sinne lag noch in weiter Ferne.

Autor: Manfred Zorn    

 

 

 

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