Warum ließ Karl III. „der Dicke“ die Normannen laufen?

Das wusste damals niemand! Karl III. „der Dicke“ (etwa *839 bis °888), Sohn Ludwigs „des Deutschen“, Karolinger und 881 von Papst Johannes VIII. zum „römisch-deutschen“ Kaiser gekrönt, war ein tumber Tropf. Er war unentschlossen, nicht durchsetzungsfähig und letztlich einfach unfähig.
Warum?

Nun, als er gegen Ende des 9. Jahrhunderts die unerwartete Chance hatte, die Kampfaufgabe der Normannen (-> auch: Wikinger) an der Maas zu erzwingen, entschied er sich – unerklärlicherweise – die Banditen einfach laufen zu lassen. Zusätzlich bot er den Seeräubern Tributzahlungen an – was ihm obendrein den Beinamen „der Einfältige“ eintrug, aber nichts mit Karl „dem Einfältigen“ (etwa *879 bis °929) zu tun hat. Der kam erst später.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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