Was wurde aus Karl „dem Kahlen“?

Karl „der Kahle“ (etwa *823 bis °877), jüngster Sohn aus Ludwigs des Frommen zweiter Ehe mit Judith, trug den Namenszusatz „der Kahle“ weniger wegen mangelnder Haarpracht, sondern mehr aus Gründen gebietsmäßiger Benachteiligung durch seinen Vater auf dem Reichstag zu Worms 829.
Seine Regentschaft nach der Reichsteilung im Vertrag von Verdun, korrespondiert im Grunde mit denen seiner Halbbrüder Lothar I. und Ludwig „dem Deutschen“.

 

Kurz gesagt

Von 843 bis 877 firmierte er unter dem Titel „westfränkischer König“ und ab 875 bis 877 zusätzlich als „König von Italien“ und „römischer Kaiser“.

Hervorzuheben ist sein 864 herausgegebenes „Edictum Pistense“ (-> Handelsverbot mit dem Feind und Kontrolle über die Münzwerkstätten).

Karl „der Kahle“ war zweimal verheiratet und hatte insgesamt vierzehn Kinder – neun aus erster, fünf aus zweiter Ehe. Von einiger Bedeutung sind allerdings nur Ludwig II. „der Stammler“ und Karl „das Kind“ (von 855 bis 866 König von Aquitanien) zu nennen.

Karl „der Kahle“ starb 877 in Nantua (-> Region Rhóne-Alpes/Frankreich).

Autor: Manfred Zorn

 

 

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