Was wurde im „Vertrag von Meersen“ festgelegt?

Der zwischen Ludwig II. "dem Deutschen" oder auch "der Fromme" (*um 806/°876) und seinem Halbbruder Karl "dem Kahlen" (*823/°877) 870 geschlossene Vertrag von Meersen (-> Niederlande), verschaffte Ludwig die östliche Hälfte Lothringens.

 

Das "Fell des Bären" wird verteilt

Lothringen war das nach Lothar II. benannte Gebiet, das diesem 855 von seinem Vater (-> Lothar I.) zugesprochen worden war.
Nun war Lothar II. 869, ein Jahr vor dem Vertrag von Meersen, gestorben.
Seine Hinterlassenschaft konnte also getrost verteilt werden.

 

Fazit

Durch den mit dem Vertrag von Meersen beurkundeten territorialen Zuwachs, vergrößerte sich nicht nur Ludwigs „des Deutschen“ Ostfränkisches Reich; sein so neugewonnenes Herrschaftsgebiet gilt historisch auch als Vorläufer des späteren Hl. Römischen Reichs. (deutscher Nation).

Als Ludwig „der Deutsche“ 876 in Frankfurt am Main verstarb, hinterließ er drei Töchter und die Söhne

  • Karlmann (*um 830/°880) -> König von Bayern, Italien und des Ostfrankenreichs,
  • Ludwig III. „den Jüngeren“ (*um 835/°882) -> der den Löwenanteil des Ostfrankenreichs sowie das östliche Lothringen bekam und
  • Karl III. „den Dicken“ (*839/°888) -> (Unter-)König, ost-, westfränkischer und italienischer König und zuletzt (von 881 bis 888) auch noch römisch-deutscher Kaiser.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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