Was wurde aus Lothar I.?

Lothar I. (etwa *795 bis °855), Sohn Ludwigs des Frommen und Enkel Karls des Großen, war Herzog von Bayern, römischer Kaiser, (Unter-)König von Italien und König der Langobarden und nach der Reichsteilung im Vertrag von Verdun 843 schließlich König des so genannten Mittelreiches – dazu gehörten von Norden nach Süden: Friesland, die Niederlande, das Rheinland, Burgund, die Provence und reichte in Italien bis zur Stadt Rom.

 

Reichsteilung von Prüm

Während seiner Herrschaft, mit "hauptamtlicher" Residenz in Aachen, musste Lothar sich in erheblichem Maße mit Arabern, Normannen und der sich zunehmend weltlicher Macht entziehenden Kirche auseinandersetzen.
Diese ständigen Querelen scheinen ihn psychisch ermüdet zu haben. Kurz vor seinem Tod im Spätsommer 855 in Prüm (-> Eifel), teilte auch Lothar I. sein Reich mit der so genannten "Reichsteilung von Prüm" unter seinen Söhnen auf:

  • Ludwig II. erhielt die Kaiserwürde und Italien,
  • Lothar II. erhielt Lothringen und
  • Karl von der Provence bekam den Rest.

Das schien nur konsequent, denn das  Thronfolgegesetz Ludwigs des Frommen von 817, die „Ordinatio imperii“, war ja ohnehin lange schon Makulatur.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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