Wer war Eurich – und wie wurde er König der Westgoten?

Eurich (*440 bis ° 484) war einer der Söhne des westgotischen Königs Theoderichs I. Als dieser 451 in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern (im heutigen Nordosten Frankreichs) – dort schlugen sich Römer und Westgoten mit Attilas Hunnen – umkam, traten nacheinander seine Söhne Thorismund und Theoderich II. die Nachfolge an.

Thorismund verstarb kurz nach Übernahme seiner Amtsgeschäfte, und Theoderich II. wurde 466 von Eurich auf unschöne Art beseitigt. Eurich selbst übernahm dann den Job des Königs der Westgoten. Das blieb er dann bis zu seinem Tod 484.

Was wurde das Reich der Westgoten unter Eurich?

Vor allem frei und groß. Eurich ignorierte einfach alle bisher mit den Römern geschlossenen Verträge, löste sein Westgotenreich innerhalb kürzester Zeit komplett vom römischen Reich und expandierte. Schließlich saßen die Westgoten in der Gegend zwischen Loire, Rhóne und Atlantik fest im Sattel und beherrschten zum Schluss sogar die Iberische Halbinsel.

Wer konnte Eurichs Expansionsdrang stoppen?

Das war der Frankenkönig Childerich I.. Dem gelang es zweimal, Eurich zu besiegen. Das erste Mal 463 mit Hilfe des gallisch-römischen Feldherrn Aegidius bei Orléans sowie sechs Jahre später (469) mit Unterstützung des gallisch-römischen Statthalters Paulus in Brabant.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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