Wer waren die Alemannen – und was wurde aus ihnen?

Einer der zahlreichen Germanenstämme, deren Angehörige von den Römern über lange Zeit unisono als Germanen oder auch Barbaren bezeichnet wurden!

Woher sie kamen

Von den Germanen selbst, also – wenn man so will – unseren Vorfahren, gibt es schriftliche Aufzeichnungen, wenn überhaupt, nur in Spurenelementen (z.B. Runen/Schriftzeichen auf größeren und kleineren Steinmonumenten). Das, was man heute über sie mehr oder weniger gut weiß, stammt also im Wesentlichen aus den Schriften antiker Autoren. Das gilt auch für die (vermutlich) aus dem Elb-Saale Gebiet (Sachsen-Anhalt/Thüringen/Sachsen) stammenden Alemannen.

Wohin sie gingen

Entsprechend der vergleichsweise nur geringfügig vorhandenen antiken Quellen, soll dieser Volksstamm (wahrscheinlich) erstmals gegen Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. von den Römern mit dem Namen Alemannen benannt worden sein. Das war in etwa zur gleichen Zeit, als sie – nach ihrer Wanderung von Ost nach West – den Römern in der Gegend rund um den Limes am Oberrhein/Südwestdeutschland gehörig zu schaffen machten.

In der Folge drängten die Alemannen die Römer Schritt für Schritt zurück. Mehr auf subtile als auf kämpferische Art und Weise gelang es ihnen, ihren Lebensraum bis ins Elsass und in die Pfalz auszudehnen.

Was aus ihnen wurde

Etwa um das Jahr 500 herum zogen die Alemannen gegen den Merowinger Chlodwig I. (*466/°511) in der Schlacht von Zülpich (Nordrhein-Westfalen) den Kürzeren, wurden – schwuppdiwupp – zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert peu á peu dem Fränkischen Reich eingegliedert und bildeten schließlich ab dem 10/11. Jahrhundert, gemeinsam mit einer Handvoll weiterer Stämme, das Herzogtum Alemannien (Schwaben).

PS

Das französische „Allemagne“ – „Deutschland“ sowie „allemand“ – „deutsch“, sind spätere Ableitungen des Begriffs „Alemannen“.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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