Wer war Chlothar I.?

Chlothar I. (* um 500 bis °561) aus dem Geschlecht der Merowinger, war der jüngste der vier Söhne Chlodwigs I.

Auf in den Kampf

Mit seinen Brüdern Chlodomer und Childebert eroberte Chlothar I. (523) Burgund, ein paar Jahre später (531) schloss er sich seinem Halbbruder Theuderich I. an, um Thüringen dem fränkischen Herrschaftsbereich einzugliedern. Im Jahre 532 ging es mit Bruder Childebert erneut gegen die obstinaten Burgunder und wieder gute zehn Jahre später (541) kämpften beide, allerdings erfolglos, gegen die Westgoten.

Familienzwistigkeiten

Trotz zunehmender familiärer Auseinandersetzungen unter den Brüdern – Missgunst, Verrat, Korruption und Mord machten Schule – gelang es Chlothar, die Zwistigkeiten und wiederholten Reichsteilungen zu überleben und das Fränkische Reich in den letzten gut drei Jahren bis zu seinem Tod (und nach dem Tod seines Bruders Childebert 558 Alleinherrscher) wieder zusammenzuführen.

Persönliches und das Erbe

Chlothar war sechsmal verheiratet, verstarb 561 in der nordfranzösischen Stadt Compiégne, wurde im Kloster Saint-Médard in Soissons beigesetzt und hinterließ seinen vier Söhnen – Charibert, Chilperich, Guntram und Sigibert – in etwa das gesamte heutige Frankreich, die Beneluxstaaten und große Teile Deutschlands (Fränkisches Reich).

Als Charibert kurz darauf starb, wurde das Reich in Austrien, Neustrien und Burgund zuerst dreigeteilt, dann gegenseitig heftig umkämpft.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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