Wer war Dagobert I.?

Dagobert I. (*609 bis °639), Sohn Chlothars II., wurde 623 mit 15 Jahren König des fränkischen Teilgebietes Austrien. Im Jahre 629, nach dem Tod seines Vaters, fiel ihm die Alleinherrschaft über das gesamte Frankenreich zu. Er gilt als letzter Merowingerkönig von Gewicht und Bedeutung.

Dagobert war viermal oder fünfmal verheiratet, machte Paris zu seiner Residenz und widmete sich hingebungsvoll dem Bau der Basilika Saint-Denis in der Nähe von Paris, wo er als erster fränkischer König auch begraben (639) wurde.

 

Was hat Dagobert I. fĂĽr sein Reich geleistet?

Er schloss BĂĽndnisse. Im Jahre 631 zum Beispiel mit Byzanz, in den Jahren darauf auch mit den Langobarden und Sachsen.

Da der Zerfall des Fränkischen Reiches und der Merowingerdynastie auch unter Dagobert I. nicht mehr aufzuhalten war, ist es – wenn man so will – auch ein „Verdienst“ von ihm, den karolingischen Hausmeiern den Boden bereitet zu haben. Nach Dagoberts I. Tod (639) wurden die Hausmeier (-> „maior domus“) fester Bestandteil der Reichsverwaltung.

 

Was wurde aus den Merowingern nach dem Tod Dagoberts I.?

Unter Dagoberts I. Nachfolgern, es gab da zwei Söhne, lag der Verfall der Merowinger in seinen letzten Zügen. Die aufstrebenden Karolinger wurden zur bestimmenden Macht im über etwa drei Jahrhunderte von der Dynastie der Merowinger regierten Fränkischen Reich.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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