Wie und wann kamen die Normannen nach Süditalien?

Im Norden Italiens hatte im 11. Jahrhundert der deutsche Kaiser, der auch König von Italien war, das Sagen. In der Mitte des Landes sorgte sich der Papst um den Erhalt seiner kirchlichen Macht, und im Süden war das oströmische Kaiserreich bemüht, seine Pfründe nicht zu verlieren.
In dieses von unterschiedlichsten Interessen beherrschte Land, kamen nun die Normannen (-> gelegentlich auch "Wikinger" genannt).

Allerdings kamen sie nicht mehr als blutrünstige Eroberer, sondern als inzwischen in der Normandie sesshaft gewordene und sich zum christlichen Glauben bekennende Pilger. Das hielt aber die langobardischen Potentaten nicht davon ab, die Normannen - wegen ihrer militärischen Erfahrung - hin und wieder doch noch mal als Söldner anzuheuern.

Der Lohn für diese Dienste waren ausgedehnte Latifundien als Lehen und ab und an sogar Hochzeiten mit den Töchtern der Auftraggeber.

 

Langer Rede, kurzer Sinn:

Den Normannen schien es in Italien gefallen zu haben.
Sie festigten ihre Stellung, blieben im Lande und gründeten die eine oder andere normannisch-italienische Grafschaft.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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