Was trieb die „Wikinger“ zu ihren Raubzügen?

Angenommen wird, dass im 8. Jahrhundert eine Klimaveränderung und/oder Übervölkerung des zu bewirtschaftenden schmalen Küstenstreifens - die skandinavische Landschaft ist überwiegend bergig und landwirtschaftlich nur bedingt nutzbar - eine Rolle gespielt haben.

So wurden die Skandinavier einerseits mehr und mehr zu Händlern, andererseits sahen sich die Zweit- und/oder Drittgeborenen wegen des vorherrschenden Erbrechts, nachdem nur der erstgeborene Sohn erben konnte, zu Seeräuberei und mit Brachialgewalt unternommener Eroberung gezwungen.

Dänen, Schweden und Norweger machten sich fortan über gut drei Jahrhunderte hinweg einen Namen als ungehobelte, räuberische und vor Mord und Totschlag nicht zurückschreckende Horde von Wikingern - oder, wie sie oft auch bezeichnet wurden/werden - Normannen, Warägern oder Rus.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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